Zu laut zum Reden? Vier Stellschrauben für eine bessere Akustik im Restaurant

Der Gastraum ist voll, die Küche hervorragend, und trotzdem beugen sich die Gäste über den Tisch, um einander zu verstehen. Ein zu hoher Lärmpegel gehört zu den häufigsten Gründen, warum sich ein Restaurant ungemütlich anfühlt. Gäste nennen selten den Grund, aber sie spüren ihn. In unserem Beitrag „Akustik im Raumdesign“ haben wir gezeigt, warum die Akustik für das Wohlbefinden Ihrer Gäste so entscheidend ist. Heute wird es praktisch.

Die Ursache liegt fast immer im Raum selbst. Harte, glatte Flächen wie Beton, Glas, Fliesen und blanke Tischplatten werfen jedes Gespräch, jedes Klirren und jedes Stuhlrücken zurück. Der Nachhall überlagert sich, die Gäste sprechen automatisch lauter, und der Raum wird dadurch noch lauter. Mit vier Stellschrauben lässt sich dieser Kreislauf in den meisten Gasträumen deutlich durchbrechen, ohne dass das Design darunter leidet.

Die wirkungsvollste Fläche ist die Decke. Sie ist die größte freie Fläche im Raum und reflektiert bei glatter Ausführung nahezu den gesamten Schall. Akustikpaneele, Holzlamellen mit Akustikvlies dahinter oder Akustikputz lassen sich so gestalten, dass sie nicht als technische Maßnahme auffallen, sondern als Teil des Gestaltungskonzepts wirken.

Ebenso wichtig sind weiche Flächen. Klare, harte Materialien wirken hochwertig, brauchen aber einen Ausgleich. Polsterbänke, Vorhänge, Teppichzonen und stoffbespannte Wandflächen schlucken den Schall dort, wo er entsteht. Schon gepolsterte Rückenlehnen oder ein textiler Wandabschnitt hinter einer Sitzbank machen einen hörbaren Unterschied.

In einem offenen Saal hört jeder Tisch alle anderen mit. Hohe Bankrücken, Regale, Raumteiler und Pflanzen gliedern den Raum, brechen den Schall und schaffen ruhigere Zonen. Ihre Gäste hören dann den eigenen Tisch statt den ganzen Raum, und der Gastraum wirkt gleichzeitig intimer und einladender.

Zuletzt lohnt ein Blick auf die Lärmquellen. Kaffeemaschine, Spülbereich und Pass sind oft lauter als alle Gäste zusammen. Abstand zu den Tischen, abgeschirmte Arbeitsbereiche und leisere Geräte bei Neuanschaffungen nehmen spürbar Druck aus dem Raum. Auch die Hintergrundmusik sollte leiser werden, sobald sich der Raum füllt, nicht lauter.

Am einfachsten ist es, die Akustik von Anfang an mitzuplanen. Dann lässt sie sich unauffällig in Decke, Möbel und Materialien integrieren. Aber auch in bestehenden Räumen lässt sich mit gezielten Maßnahmen viel erreichen, oft schon mit einer Kombination aus Deckenelementen und textilen Flächen, ohne den Betrieb lange zu unterbrechen.

Gute Akustik sieht man nicht, man hört sie. Ist Ihr Gastraum zu laut? Sprechen Sie uns an, wir entwickeln Lösungen, die zu Ihrem Konzept passen.

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